FSJ im Zuka Solicafe mit Emma
Shownotes
In dieser Folge spreche ich mit Emma, 21 Jahre alt, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr im zuka solicafé in Freiburg absolviert.
Sie gibt uns einen persönlichen Einblick in ihren Alltag in einem inklusiven Café und erzählt, wie die Werte von Inklusion, Solidarität und Gemeinschaft dort gelebt werden. Emma berichtet von ihren vielfältigen Aufgaben als Barista, im Service und an der Kasse. Darüber hinaus unterstützt sie Veranstaltungen, wirkt bei den Social-Media-Aktivitäten mit und engagiert sich im Gemeinschaftsgarten.
Außerdem spricht sie offen über die Herausforderungen, denen sie während ihres FSJ begegnet ist, und darüber, welche besonderen Erfahrungen sie geprägt haben. Die Arbeit in einem vielfältigen Team hat ihr neue Perspektiven eröffnet und ihr geholfen, persönlich zu wachsen.
Gemeinsam schauen wir darauf, was sie in dieser Zeit über sich selbst gelernt hat, warum ein Freiwilligendienst oft mehr bietet, als man erwartet, und welche Tipps sie anderen jungen Menschen mit auf den Weg geben möchte.
Eine ehrliche und inspirierende Folge für alle, die mehr über Inklusion, soziales Engagement und die Möglichkeiten eines Freiwilligendienstes erfahren möchten. 🎙️✨
Transkript anzeigen
00:00:09: Hallo und herzlich willkommen zu Freuwillig Erzählt, euren Podcast Rundtumseffizies und den BFD von Freiwilligen für Freiwillige.
00:00:18: Heute sprechen wir mit jemanden die ihr Effiziet im Succasoli-Café macht einem inklusiven
00:00:22: Café
00:00:23: in Freiburg.
00:00:24: Sie gibt
00:00:24: uns spannende Einblicke in ihren Alltag im Café erzählt vom Konzept dahinter und berichtet von besonderen Erfahrungen sowie Herausforderungen.
00:00:32: Viel Spaß beim Zuhören!
00:00:37: Schön, dass du da bist.
00:00:38: Erzähl doch erst mal, wer bist du?
00:00:40: Wie alt bist du und wo machst du dein FESJ-T?
00:00:42: Ich bin Emma, ich bin eine einundzwanzig.
00:00:44: Und ich mach mein Fesj in Succasoli Café in Freiburg, in der Viere.
00:00:48: Und warum hast du dich für ein F-Zert entschieden?
00:00:50: und wie bist du genau auf diese Stelle gekommen?
00:00:52: Ich habe mich für einen F-zert entschieden, weil ich wusste, ich will soziale Arbeitsstudien.
00:00:56: Weil mein Abi nicht so gut war, dachte ich mit einem F- Zert habe ich wahrscheinlich bessere Chancen in den Studiengang reinzukommen.
00:01:01: Ich hab dann das F- zert gefunden durch eine Freundin von mir die ihr F-ziat davor hier gemacht
00:01:06: hat.
00:01:07: Genau, kannst du euer Insklusionscafé kurz erklären?
00:01:10: Was macht das so besonders im Vergleich zu anderen normalen Cafés.
00:01:14: Wir haben in unserem Café einen Mittagstisch und arbeiten Menschen mit Behinderung.
00:01:19: Manche sind fest angestellt, manche machen ein Praktikum, wir haben zwei Auszubildende.
00:01:24: Und wir haben jeden Mittwoch zum Beispiel auch ein kostenloses Sprachcafe, wo Menschen herkommen können, um Deutsch besser zu lernen.
00:01:30: Hinter der Theke und in der Küche arbeiten fast ausschließlich Ehrenamtler.
00:01:36: einfach so jeder kann herkommen und jeder kann sich wohlfühlen.
00:01:39: Das bedeutet das Konzept von Inklusion und Solidarität bei euch im Alltag.
00:01:42: ganz konkret,
00:01:43: also ich würde behaupten es bedeutet für uns... Konkret, dass keiner ausgeschlossen wird.
00:01:48: Egal welche Hautfarbe-, Kultur-, Religion, egal welche Behinderung, ob keine oder eine oder ... egal welche Sprache man sprechen kann, jeder kann so aufgefangen werden und wird hier nicht ausgeschlossen, wird nicht zurückgelassen, wenn ihr alle mit und akzeptiert, wie sie sind.
00:02:04: Welche Aufgaben übernimmst du hauptsächlich?
00:02:07: Ich bin hauptächlich barista und hinter der Theke.
00:02:09: Ich mache aber auch die Bestellungen fürs Café, helfe mal im Service mit, helf bei Caterings, bei Besprechungen mit dabei, genau.
00:02:17: Und wie sieht dein Arbeitstag normalerweise aus?
00:02:20: Von morgens bis
00:02:21: abends.
00:02:22: Also, mein normaler Tag geht von zehn Uhr dreißig bis achten dreißzig.
00:02:25: Ich komm erst mal ins Café und mach mir erstmal ein Café.
00:02:29: Dann baue ich das Café auf mit den Leuten die arbeiten an dem Tag, schreib die Schilder für den Tag was zu essen gibt, bereite die Kaffeemaschine vor.
00:02:37: dann gibts eine kleine Check-up Runde wo sich alle treffen, die heute arbeiten und jeder erzählt kurz wie es einem geht damit man auch weiß okay will die Person heute lieber in Ruhe gelassen werden oder nicht?
00:02:46: Genau, dann fängt der normale Mittagstisch an.
00:02:49: Da bin ich hauptsächlich hinter der Kasse.
00:02:51: Nachmittags geht's ein bisschen über einen Kaffee im Kuchen und am Ende mach' ich das Kaffe wieder zu und mache die Abrechnung und gehe nach
00:02:59: Hause.
00:02:59: Was machst du konkret hinter der Theke?
00:03:01: Also, ich bediene Gäste sozusagen.
00:03:03: Wir haben den iPad, da tippe ich dann ein was diese alles bestellen.
00:03:08: Ich mach eigentlich hauptptsächlich Kaffe beräumen, ein bisschen auf... können wir mich um die Leute, wenn sie Fragen
00:03:13: haben.
00:03:14: Und hast du auch Kontakt zu den Gästen?
00:03:16: Ja, natürlich, wenn ich hinter der Kasse stehend ein bisschen.
00:03:19: Ich helfe aber ab und zu beim Service mit, wenn da Unterstützung gebraucht wird.
00:03:24: Du arbeitest ja auch neue Ehrenamtliche ein ... Wie läuft das so ab?
00:03:29: Ich begrüße ihr erst mal, zeig ihnen, wo sie ihre Jatten hinmachen können.
00:03:32: Und dann versuche ich es einfach mit in den Alltag einzubinden.
00:03:35: Also ich zeig Ihnen ein bisschen, wo alle Sachen sind, erkläre Ihnen in Ruhe die Kasse und nehmt Sie einfach ein bisschen mit.
00:03:41: Die laufen mir hinterher und zeige Ihnen ein wenig, wo man alles findet.
00:03:45: In den Schichten darauf erklär ich Ihnen langsam die Kaffeemaschine und wie das alles funktioniert.
00:03:50: Ihr habt ja auch Veranstaltungen.
00:03:51: Bist du dabei?
00:03:52: Was machst Du dort konkret?
00:03:54: Ja, also ich bin öfter dabei.
00:03:56: mag auch tatsächlich sehr gerne.
00:03:57: Ich mache auch da wieder die normale Theke ab acht zu nur dürfen auch Alkohol verkaufen.
00:04:01: Dementsprechend ist dann der Kaffee weg und dafür kommt dann noch Bier und Wein.
00:04:04: dazu Stellt meistens die Stühle hin je nachdem was für eine Veranstaltung ist weil später wieder alles weg Und ich bekomme aber auch immer eigentlich Alles mit was bei Anstaltungen angeht.
00:04:13: deswegen das ganz cool.
00:04:15: und welche veranstaltung hat dir bisher am besten gefallen und warum?
00:04:19: Also ich glaube mein Favorit bisher ist Cinemae.
00:04:22: Das ist immer alle paar Wochen Mittwochabend.
00:04:24: Da werden kurdische Filme gezeigt mit deutschen oder englischem Untertitel, die sich so ein bisschen mit Problemen und Konflikten von Kurden beschäftigen.
00:04:32: Dazu gibt's dann auch immer traditionelles Essen.
00:04:34: am Ende noch eine Diskussionsrunde über den Film.
00:04:36: Ich glaub das mag ich immer sehr gerne Und wir hatten auch einmal einen Baristakurs in Gebärdensprache was ich super spannend fand und es hat mich jetzt auch dazu motiviert Gebärdensprache zu lernen.
00:04:45: Genau!
00:04:45: Ich glaube das sind meine zwei Favoriten.
00:04:48: Und ihr habt ja auch einen Gemeinschaftsgarten.
00:04:50: Was macht ihr da genau und wie läuft das so ab?
00:04:53: Ich bin nicht so oft im Garten, ich bin nur alle zwei Monate im Gaten.
00:04:56: Aber es gibt ganz viele unterschiedliche ... Manchmal ist es einfach Unkraut direkt in der Erde neue Sachen einpflanzen oder ernten.
00:05:03: Manchmal macht man selber Sirop oder füllt Tees ab.
00:05:07: Der Garten ist aber auch für Jugendliche mit Behinderungen, die da ihre Praktikum machen können.
00:05:11: Da gibt's dann jeden Morgen eine kleine Check-up Runde und nur bei den Gartenaktionstagen da, die sind einmal im Monat.
00:05:20: Keonier also habt ihr auch Social Media?
00:05:22: Mhm!
00:05:23: Und du kümmerst dich auch ums Social Media.
00:05:25: was genau machst du da genau...
00:05:27: Also wir fokussieren uns auf Instagram und machen aber nebenbei auch so ein bisschen TikTok.
00:05:31: Bei Instagram versuche ich auf jeden Fall täglich Stories zu posten, um Essen was es geben wird oder dann einfach Alltagssituationen so ein bissel die Leute mitnehmen.
00:05:39: Ich poste aber immer noch mal einen wöchentlichen Rückblick eben zwischendurch einfach auch Posts das wir so machen einfach immer, wenn wir so ein bisschen Lust und Laune und Zeit haben.
00:05:49: Hier gab es in deinem F-Sort auch Herausforderungen?
00:05:53: Ja auf jeden Fall!
00:05:53: Also ich glaube in jedem F-Start gibt's irgendwie Herausforderungen.
00:05:56: Es gab Situationen, denen nicht einfach so ein bissel überfordert war was glaube ich aber auch normal ist weil für die allermeisten das ist das erste mal einen vierzig Stunden Job.
00:06:04: Ich musste auf jeden fall manchmal lernen Grenzen zu setzen oder zu sagen mir mir was zu vieles ist Weil dann glaub' ich auch einfach... gerne zeigen will, dass man dem Ganzen gewachsen ist und sich da manchmal übernimmt.
00:06:15: Und was war so dein prägenster oder besonderer Moment?
00:06:18: Ich glaub ich fand diesen Barissa-Kurs sehr spannend.
00:06:20: Ansonsten hatten wir eine Weihnachtsfeier mit allen Ehrenamtlichen und allen Hauptamtlichen.
00:06:25: Da hatten wir einen richtig schönen Abend am Lagerfeuer alle irgendwie auf einem Haufen mal zu sehen.
00:06:30: War sehr schön!
00:06:31: Ja das war einer meiner schönsten Momente.
00:06:34: Wie gehst du selbst mit stressigen Situationen um?
00:06:37: Also so normaler Kaffee-Stress ist gar nicht so oft da.
00:06:39: Es ist meistens relativ ruhig hier und wenn mal mehr los ist, geht es eigentlich auch ganz gut weil man sich davor einfach abspricht wer macht gerade was?
00:06:47: und dann bleibt man dabei, ist fokussiert und dann passt das Ganze auch.
00:06:50: aber es gibt auch anderen Stress.
00:06:52: so Mental Load würde ich sagen Da spreche ich mich einfach viel mit meinen F-Sort-Kollegen ab den ich hier habe.
00:06:57: Wenn man übernimmt dann einfach mal Aufgaben für den Andern, wenn man das Gefühl hat der andere weniger Kapazität.
00:07:02: Und ich hab mir für's FESOT wieder einen analogen Kalender angeschafft, bei dem ich auch so Tudus und so aufschreiben kann.
00:07:09: Das war auch sehr gut, dann hatte ich ein bisschen mein Kopf sortiert!
00:07:12: Okay, im Fesot gibt es ja auch Seminare... Wie findest du sie?
00:07:15: Was habt ihr dort bisher jetzt so gemacht?
00:07:17: Ich war tatsächlich leider bei einem halben von meinen vier bis herigen kranken Musst aber auch ... Insgesamt jetzt schon drei verschiedene Gruppen kennengelernt.
00:07:25: Ich hatte meine erste Gruppe, da musste ich dann wieder wechseln weil es eine Flexgruppe war.
00:07:29: Dann hatte die zweite Gruppe und dann hatte ich meinen online Seminar dementsprechend viele Leute kennengelernet aber noch nie wirklich irgendwo richtig so angekommen.
00:07:36: Genau bei dem Online-Seminar das fand ich sehr interessant.
00:07:38: Da ging es um das Thema ob man selbst ein fairer Mensch ist.
00:07:41: Genau bei den Präsenz-Seminaren waren wir zum Beispiel einmal in einer psychiatrischen Einrichtung Und da hat uns ein Mann los über Schizophrenie erzählt was sich auch sehr interessant fand.
00:07:49: Und was nimmst du persönlich aus den Seminaren mit?
00:07:52: Ja, also so super viel konnte ich noch nicht mitnehmen.
00:07:55: Aber man lernt auf jeden Fall sehr viele verschiedene Menschen kennen eben in meinem Fall drei verschiedene Gruppen und ich glaube ich nehme so ein bisschen auch mit dass ich kein riesengroßer Fan bin alleine in neue Gruppen zu kommen und eine Woche weg zu sein.
00:08:07: Und hast du das Gefühl, dass dich dein FSJ insgesamt weiterentwickelt hat?
00:08:11: Mein FSJ?
00:08:12: Ja auf jeden Fall!
00:08:13: Also ich glaube alleine diese Erfahrung von einem Vollzeitjob malzumachen war super spannend irgendwie.
00:08:18: Ich durfte bei Superfilm einfach mitwirken Es wurde auf meine Meinung gehört.
00:08:22: Ich wurde bei allem so mit einbezogen was richtig richtig cool war.
00:08:25: So dementsprechend habe ich mich auch sehr ernst genommen gefühlt und total des Teams und zwar nicht nur irgendwie so einen Kaffee machen.
00:08:31: Genau also hat auf jeden fall für meine persönliche Entwicklung sehr viel gebraucht.
00:08:35: Und was hast du konkret über dich selbst gelernt?
00:08:38: Ich hab auf jeden Fall gelernt, dass ich Grenzen setzen muss.
00:08:41: dass ich manchmal nicht einfach runter schluck und versuch, alles irgendwie zu machen.
00:08:45: Sondern lieber die Dinge richtig zu machen.
00:08:47: mit dabei war mehr Zeitlass.
00:08:48: Und zu kommunizieren wenn es mir gerade zu viel wird oder wenn ich grad was irgendwie doof finde.
00:08:54: Das war auch sehr schön im Sucher, weil man hat sofort die Rückmeldung bekommen von hey das ist gut, dass du grade was sagst und keiner war sauer sondern es war so ein okay.
00:09:02: wir achten jetzt darauf.
00:09:04: Würde ich so einen fsj weit empfehlen?
00:09:07: Wenn ja warum?
00:09:08: Ich würde einen Fsj auf jeden Fall weit empfehlen dass ich selber am Anfang gar nicht so groß war.
00:09:14: Also, ich war auch immer so ein bisschen ... Ja, muss nicht unbedingt!
00:09:16: Und jetzt bin ich richtig, richtig happy, das ich gemacht habe.
00:09:19: Weil in dem Jahr findet man noch mal so viel über sich selbst heraus und über was will ich eigentlich im Leben?
00:09:25: Lernet eben diese Arbeitswelt richtig kennen.
00:09:28: Ich finde jeder sollte mal irgendwie in einem sozialen Feld gearbeitet haben, weil's einfach superviel mit Menschenkenntnis zu tun hat und wie man mit anderen Menschen umgeht.
00:09:37: Dementsprechend kann ich es auf jeden Fall nur weiter empfehlen.
00:09:39: Und was sind deine Pläne nach dem FSJ?
00:09:42: Ich werde jetzt im Oktober anfangen, soziale Arbeit zu studieren.
00:09:45: Würdest du sagen, dass dein FSJ in deiner beruflichen Entscheidung dich so beeinflusst hat?
00:09:50: Ja
00:09:50: also ich wusste davor schon das ich sozialer Arbeit studieren möchte aber es hat auf jeden Fall dazu beigetragen, dass ich's immer noch
00:09:56: möchte.
00:09:56: Genau und jetzt zum Abschluss beschreibe deinen FSJ dann drei Wörtern!
00:10:00: Ich würde sagen bunt chaotisch liebevoll.
00:10:05: Also das war's auch schon.
00:10:06: Danke, dass du da
00:10:07: warst!
00:10:07: Ja, danke, dass ich da sein durfte.
00:10:10: Und an euch da draußen... Wenn ihr selbst überlegt eine FESJ oder ein
00:10:13: BFD zu
00:10:14: machen traut euch.
00:10:15: Es ist eine tolle Chance für euch auszuprobieren Neue Menschen
00:10:18: kennenzulernen
00:10:19: und herauszufinden
00:10:20: was wirklich zu euch passt.
00:10:21: Das war
00:10:22: Fräuwillink erzählt
00:10:24: Euer Podcast rund ums Fesj und im Bfd.
00:10:27: Danke
00:10:27: fürs Zuhören und bis zur nächsten Folge.
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